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ISBN/EAN: 978-3-7030-0476-6
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
2. Auflage 2011
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
464 S.
Format (T/L/B):
3.7 x 24.5 x 17.5 cm

Hersteller:
Universitätsverlag Wagner in der Studienverlag Ges.m.b.H.
order@studienverlag.at
Erlerstraße 10
AT 6020 Insbruck


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Schwarzer Himmel - Kalte Erde - Weißer Tod

Wanderheuschrecken, Hagelschläge, Kältewellen und Lawinenkatastrophen im 'Land im Gebirge'.Eine kleine Agrar- und Klimageschichte von Tirol.

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Beschreibung

Ein Streifzug durch die Agrar- und Klimageschichte des "Landes im Gebirge" Erzählungen von kleinen und großen Katastrophen, die das Land im Laufe der Jahrhunderte heimgesucht haben Wie sehen Zeitzeugen früherer Jahrhunderte die klimatischen Lebensbedingungen im "Land im Gebirge"? Bereits in hoch- und spätmittelalterlichen Quellen werden auffällige Klimaschwankungen erwähnt. Naturgemäß überwiegen in Tirol kalte Witterungsphasen, gerade in der sogenannten "Kleinen Eiszeit" zwischen 1560 und 1850. Besonderes Augenmerk widmen die Chronisten ungewöhnlichen Vorkommnissen, etwa riesigen Heuschreckenschwärmen, die ganze Getreidefelder kahl fraßen, oder extremen Hagelunwettern. Ein alljährliches Phänomen sind Lawinenabgänge Genau beobachtet wurden auch die Tiroler Gletscher, die in der frühneuzeitlichen Kälteperiode tief in die Hochweiden vorstießen. Längere Kältephasen bedeuteten für die bäuerliche Bevölkerung Tirols, die ihre "Werkstatt unter freiem Himmel" hatte, erschwerende Bedingungen: Nasskalte Sommer hatten Missernten zur Folge, und die Beschaffung des Heus für das Vieh war in Kältewintern durch ungangbare Wege und hohe Lawinengefahr besonders schwierig. Tirol erlebte aber auch extreme Dürreperioden. Unwetterkatastrophen, Lawinenabgänge, Seeausbrüche, Wanderheuschrecken: Klimabedingte Katastrophenereignisse wurden häufig als göttlicher Fingerzeig im Hinblick auf eine erforderliche Besserung des Lebenswandels interpretiert. Die Menschen in den Bergen entwickelten im Lauf der Jahrhunderte aber auch einige Strategien, um mit den vorhandenen einfachen Mitteln drohenden Naturgefahren besser begegnen zu können. Aus dem Inhalt: Grundzüge der Tiroler Agrar und Klimageschichte: Vom Hochmittelalter bis ins ausgehende 19. Jahrhundert Berglandwirtschaft, Naturereignisse und Wetterkapriolen in Tirol: Kleines Brot und saurer Wein Der "Weiße Tod": Wenig Lebensraum und große Lawinengefahr im "Land im Gebirge" 700 Jahre Tiroler Wettergeschehen im Zeitraffer

Über Georg Jäger

Georg Jäger, Univ.-Doz. Mag. Dr., hat Geschichte und Geographie studiert und sich im Fach Geographie habilitiert. Er lehrt an der Universität Innsbruck und hat zahlreiche Publikationen mit geographischen und volkskundlichen Themen des Tiroler Raumes vorgelegt.