Literaturgespräch mit Robert Menasse über "Die Erweiterung"

Literaturgespräch mit dem österreichischen Autor Robert Menasse über "Die Erweiterung". Bernhard Sperrfechter improvisiert dazu auf der Gitarre. Die beiden Virtuosen ihres Faches treten miteinander in den Dialog.
Nach seinem ersten EU-Roman „Die Hauptstadt“ (ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis) begibt sich Robert Menasse erneut nach Brüssel. Zwei Brüder, nicht leibliche, sondern »Blutsbrüder«, verbunden durch einen Schwur, den sie im polnischen Untergrundkampf gegen das kommunistische Regime geleistet haben, gehen nach dessen Zusammenbruch getrennte Wege. Der eine, Mateusz, steigt in höchste Ämter auf und wird schließlich polnischer Ministerpräsident. Der andere, Adam, macht nach dem EU-Beitritt Polens in der Europäischen Kommission Karriere, in Brüssel ist er zuständig für die Erweiterungs-Politik. Aus der einstmals tiefen Verbundenheit wird eine unversöhnliche Feindschaft von europäischer Dimension.

Bernhard Sperrfechter ist Musiker, Komponist, Instrumentalpädagoge und seit vielen Jahren Leiter der Musikschule Speyer. Seit kurzem spielt er in regelmäßigen Abständen mit unterschiedlichen MusikerInnen samstagabends in den Brilliant Spaces Haus Trinitatis.
calendar_clock Datum & Zeit
28.05.2024 19:30
-
21:00 Uhr
pin_drop Veranstaltungsort

Brilliant Spaces Haus Trinitatis, Johannesstraße 6a, 67346 Speyer
Johannesstr. 6a
67346 Speyer
Deutschland

sell Eintrittspreis
12,00 € // erm. 8,00 €
Robert Menasse
book_2
Die Welt von morgen
Robert Menasse
Die Welt von morgen
Ein souveränes demokratisches Europa - und seine Feinde - Eine Streitschrift für das Friedensprojekt Europa
EAN: 978-3-518-43165-8
Robert Menasse erklärt und verteidigt - im Jahr der Europawahl - die europäische Idee, lädt aber auch dazu ein, die systemischen Widersprüche der Union zu kritisieren und zu überwinden. Die Alternative, vor der wir stehen, ist nicht kompliziert: Entweder gelingt das historisch Einmalige, nämlich der Aufbau einer nachnationalen Demokratie, oder es droht ein Rückfall in das Europa der Nationalstaaten. Das wäre eine weitere Niederlage der Vernunft - mit den Gefahren und Konsequenzen, die uns aus der Geschichte nur allzu bekannt sein sollten. In Die Welt von Gestern schildert Stefan Zweig das kosmopolitische Europa vor 1914. Als er seine Erinnerungen niederschreibt, existiert es nicht länger, 'weggewaschen ohne Spur' von der faschistischen Barbarei. Zweig stirbt 1942. Aber das übernationale Europa bekommt nach 1945 eine zweite Chance. Visionäre stoßen ein epochales Friedensprojekt an, Grenzen fallen, der Nationalismus weicht der Kooperation. Doch auch dieses Projekt könnte schon bald Geschichte sein. Demokratische Defizite führen zu Protest. Mannigfaltige Krisen machen den Menschen Angst. In vielen Mitgliedstaaten schüren Politiker, die von den Erfahrungen der Gründer nichts mehr wissen (wollen), einen neuen Nationalismus. Heute steht Europa wieder am Scheideweg. Wie wird die Welt von morgen aussehen? 'Die Lehren aus der Geschichte und unsere zeitgenössischen Erfahrungen führen zum selben Schluss: Nur eine gemeinsame transnationale Politik kann eingreifen, kann gestalten und ordnen, was ansonsten Zerstörung, Verbrechen und Misere produziert.'

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

23,00 €