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ISBN/EAN: 978-8-02-736561-6
Einband: kartoniertes Buch
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Übersetzer:
Franz Fein
Auflage:
1. Auflage 2022
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
272 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 22.9 x 15.2 cm

Hersteller:
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague


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Die Hauptstraße

Provinzsatire über Gopher Prairie, soziale Anpassung und Frauenemanzipation im amerikanischen Mittleren Westen

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Beschreibung

Die Hauptstraße, 1920 erschienen, entfaltet am Beispiel der jungen Carol Kennicott und der fiktiven Kleinstadt Gopher Prairie eine scharfsinnige Anatomie des amerikanischen Provinzlebens. Sinclair Lewis verbindet realistische Milieubeobachtung mit satirischer Präzision: Geschäftssinn, Konformismus, Vereinsmoral und ästhetische Verarmung erscheinen nicht als bloße Kulisse, sondern als gesellschaftliche Kräfte. Im literarischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts markiert der Roman einen Wendepunkt, weil er den Mythos der moralisch gesunden Kleinstadt demontiert. Sinclair Lewis, 1885 in Minnesota geboren, kannte die Welt, die er beschreibt, aus eigener Anschauung. Seine Herkunft aus dem Mittleren Westen, seine journalistische Schulung und sein wacher Blick für soziale Rituale prägten seine Prosa. Als späterer Nobelpreisträger interessierte ihn weniger psychologische Innerlichkeit allein als das Zusammenspiel von Individuum und öffentlicher Meinung. Die Hauptstraße entstand aus dieser Spannung zwischen amerikanischem Idealismus und alltäglicher geistiger Enge. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die Gesellschaftskritik ohne didaktische Schwere schätzen. Er ist historisch aufschlussreich, literarisch elegant und bis heute beunruhigend aktuell, weil er fragt, welchen Preis Anpassung verlangt.

Über Sinclair Lewis

Sinclair Lewis (1885 - 1951) war ein amerikanischer Schriftsteller, der durch seine gesellschaftskritischen und satirischen Romane berühmt wurde. Sein Roman "Hauptstraße" über das Kleinstadtleben in Minnesota geriet zu einem sensationellen kommerziellen Erfolg, sowie die folgenden Romane "Babbitt", "Dr. med. Arrowsmith" und "Elmer Gantry". Sinclair Lewis schuf einen neuen Typ des amerikanischen Romans, der reflektiert den Bedeutungsverlust des ländlichen Amerikas und seiner Sitten, die Transformation von Dörfern in Kleinstädte. In den 1920er Jahren waren die Romane Sinclairs in Deutschland beliebt. Sie drückten das neue Lebensgefühl einer sich modernisierenden Gesellschaft aus. 1930 erhielt er als erster Amerikaner den Nobelpreis für Literatur.