Details
ISBN/EAN: 978-8-02-734832-9
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2022
1. Auflage 2022
Erschienen am:
15.12.2022
15.12.2022
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
172 S.
172 S.
Format (T/L/B):
1 x 22.9 x 15.2 cm
1 x 22.9 x 15.2 cm
Hersteller:
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague
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Das verlorene Kind
Psychologischer Kriminalroman über Schuld, Verdrängung und die dunklen Ränder bürgerlicher Normalität
12,60 €
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Beschreibung
Rahel Sanzaras Das verlorene Kind entfaltet aus dem Verschwinden und Tod eines Kindes eine beklemmende Studie über Schuld, Begehren und gesellschaftliche Verdrängung. Der Roman verbindet Elemente des Kriminalfalls mit psychologischer Durchdringung und sozialer Beobachtung: Nicht die äußere Sensation steht im Mittelpunkt, sondern die seelischen Erschütterungen, die ein Verbrechen in einer scheinbar geordneten Welt freilegt. In seiner knappen, präzisen Sprache steht das Werk im Kontext der literarischen Moderne der Weimarer Republik, zwischen Neuer Sachlichkeit, psychoanalytischer Sensibilität und moralischer Provokation. Rahel Sanzara, geboren 1894 als Johanna Bleschke, war Tänzerin, Schauspielerin und Schriftstellerin; ihre künstlerische Herkunft prägte ihren Blick für Körper, Gesten und unausgesprochene Spannungen. Das Leben im Berliner Kulturmilieu sowie die zeitgenössischen Debatten über Sexualität, Trauma und weibliche Existenz dürften die Radikalität dieses Romans begünstigt haben. Mit ihrem Debüt erregte sie beträchtliches Aufsehen und wurde rasch als eigenständige Stimme wahrgenommen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die literarische Kriminalstoffe nicht als Rätselspiel, sondern als Erkenntnisform schätzen. Das verlorene Kind ist ein schmales, doch nachhaltig verstörendes Werk, das die dunklen Ränder bürgerlicher Normalität sichtbar macht und bis heute durch seine analytische Kälte und menschliche Unruhe besticht.