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ISBN/EAN: 978-8-02-734545-8
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2022
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
176 S.
Format (T/L/B):
1 x 22.9 x 15.2 cm

Hersteller:
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague


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Mephisto

Karriere, Opportunismus und Künstlerverrat im Schatten der NS-Kulturpolitik

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Beschreibung

Klaus Manns Mephisto ist ein Schlüsselroman über Karriere, Anpassung und moralische Korruption im Deutschland des Nationalsozialismus. Im Zentrum steht der Schauspieler Hendrik Höfgen, dessen künstlerische Begabung und grenzenloser Ehrgeiz ihn vom linksintellektuellen Theatermilieu der Weimarer Republik bis an die Spitze der staatlich gelenkten Kulturpolitik führen. In präziser, satirisch geschärfter Prosa verbindet Mann psychologische Charakterstudie, Zeitdiagnose und politische Parabel; die Faust-Motivik verleiht dem Roman seinen düsteren literarischen Resonanzraum. Klaus Mann, Sohn Thomas Manns und selbst eine der markanten Stimmen des deutschsprachigen Exils, schrieb Mephisto 1936 aus unmittelbarer Erfahrung von Emigration, Entwurzelung und antifaschistischem Engagement. Seine Nähe zur Theater- und Intellektuellenszene der Zwischenkriegszeit, seine Beobachtung opportunistischer Selbstrettung und sein entschiedener Widerstand gegen Hitler prägen die schonungslose Darstellung eines Künstlers, der sein Gewissen gegen öffentliche Macht eintauscht. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als historisches Erkenntnismedium ernst nehmen. Mephisto ist nicht nur ein Roman über eine vergangene Diktatur, sondern eine bleibende Untersuchung der Verführbarkeit von Talent, Ruhm und Institutionen. Seine Aktualität liegt in der unbequemen Frage, welchen Preis Erfolg haben darf.

Über Klaus Mann

Klaus Mann gilt heute als einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1933. Er begann seine literarische Laufbahn in der Zeit der Weimarer Republik als Außenseiter, da er in seinem frühen Werk Themen verarbeitete, die zur damaligen Zeit als Tabubruch galten. Nach seiner Emigration aus Deutschland im Jahr 1933 fand eine wesentliche Neuorientierung in der Thematik seiner Werke statt: Klaus Mann wurde zum kämpferischen Literaten gegen den Nationalsozialismus. Als Exilant nahm er 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Die Neuentdeckung seines Werkes in Deutschland fand erst viele Jahre nach seinem Tod im 1949 statt.