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ISBN/EAN: 978-3-9899863-0-5
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
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Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
269 S., 1.67 MB
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Das Familienfest

eBook - Ein packender Psychothriller voll unvorhersehbarer Twists, Neuausgabe / New edition, Neuausgabe / New edition

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inkl. MwSt.

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Beschreibung

Die perfekte Familie. Die perfekte Verlobung. Die perfekte Rache.
Der nervenaufreibende Psychothriller vonSunday Times Besteller Autor B.P. Walter, den man nicht mehr aus der Hand legen kann

Ich wollte einmal Teil dieser Familie sein– der angesehen und wohlhabenden Moncrieffs. Sie nahmen mich nach dem Tod meiner Eltern auf, boten mir ein neues Zuhause und den Anschein von Zugehörigkeit. Doch diese Großzügigkeit war nie bedingungslos. Hinter ihren eleganten Fassaden und dem lächelnden Familienglück verbergen sich düstere Geheimnisse und Lügen, die alles zerstören werden.

Heute ist der Tag der großen Verlobungsfeier ihres Sohnes. Doch was für sie der perfekte Tag ist, wird für mich die Bühne meiner Rache. Sobald alle versammelt sind und das erste Glas heben, werden die Geheimnisse ans Licht kommen– und was eigentlich der glücklichste Tag ihres Lebens sein sollte, wird in einem Albtraum enden…

Erste Leser:innenstimmen
„Einer der fesselndsten Spannungsromane der letzten Jahre. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen!“
„Dieser domestic Thriller war spannend bis zur letzten Seite.“
„Ein süchtig machender Pageturner voller Wendungen und Twists.“
„Dieser rasante Psychothriller hat mich zwei Nächte lang wachgehalten!“

Leseprobe

Prolog

Es ist nicht klar, von wem der Schrei stammt. Aber sobald er erklungen ist, folgt ein zweiter kurz darauf aus einer anderen Richtung.

Es entsteht eine Pause. Ein Moment, in dem die Waagschale zwischen Ordnung und Chaos erzittert, sich verlagert und dann überläuft. Das Chaos regiert.

Gäste springen von ihren Plätzen auf und rennen zum Tischende, an dem die Moncrieffs sitzen. Patrick ist nach vorne gekippt, bewegt sich nicht.

Die zukünftige Braut rüttelt an ihrem Verlobten, versucht eine Antwort von ihm zu erhalten. Aber seine Augen starren leblos ins Nichts. Kein Wort kommt ihm über die Lippen. Ihre Eltern treten an die Kopfseite des Tisches. Helfen ihrer Tochter dabei, etwas aus ihrem zukünftigen Schwiegersohn herauszubekommen.

Ein älterer Verwandter tritt an den Tisch und tastet mit zwei Fingern nach dem Puls am Hals. Wartet.

»Ruft den Rettungsdienst!«, schreit jemand.

»Das habe ich, sie sind auf dem Weg«, sagt ein anderer.

»Macht Platz, sie brauchen Luft«, ertönt eine weitere Stimme.

Der alte Mann erklärt panisch: »Ich fühle keinen Puls. Ich fühle keinen Puls.«

»O mein Gott«, schreit jemand.

»Sie sind tot!«

»Jemand meinte gerade, dass sie alle tot sind.«

»Ernsthaft?«

»Ja, alle. Jemand hat nach dem Puls getastet.«

»Ich glaube, dass einer vielleicht noch am Leben ist, aber ich bin nicht sicher.«

»Scheinbar kann niemand einen Puls fühlen.«

»Was ist passiert?«

Als sich die Gäste darum scharen, schreien und sich nach etwas umsehen, das sie tun können, oder nach jemandem, dem sie etwas sagen können, bemerkt keiner die zwei Männer, die in dem hellen Sonnenschein der späten Frühlingssonne mit großen Schritten über den Rasen gehen, dann um das Haus. Weg von dem Zelt. Weg von der Party. Kurz darauf sind beide verschwunden, weg von dem Chaos, das sich im Garten verbreitet. Um nie zurückzukehren.

Kapitel Eins

HARRIS

Zwei Monate vor der Party

An dem Morgen, an dem Harris die Einladung erhielt, schien die Sonne grell und heiß in sein Schlafzimmer. Irgendwie wusste er in dem Moment, in dem er die Augen öffnete, dass dieser Tag anders werden würde. Kein Tag, der so erdrückend begann, konnte besonders gut werden, dachte sich Harris, während er aus dem Bett kletterte und die Wasserflasche vom Boden nahm. Er trank viel, fühlte sich dehydriert. Vielleicht war es am Vorabend doch zu viel Wein gewesen? Normalerweise trank er an Abenden vor einem Tag voller Vorlesungen nicht. Für gewöhnlich war er da sehr diszipliniert. Für Harris war es nicht schwer, sich an die gewohnte ruhige Mäßigung zu halten. Aber es war eine harte Woche gewesen. Schwere Entscheidungen. Jede Menge zum Nachdenken. Es gab Zeiten, in denen das, was geschehen würde, sich in seinen Gedanken abspielte.

Nachdem Harris das restliche Wasser getrunken hatte, ging er durch den Hauptbereich der Wohnung hinüber zu Rhys’ Schlafzimmer. Seit sie damals kurz nach Beginn von Harris’ erstem Semester in London zusammengezogen waren, hatten sie noch nie geklopft, bevor sie das Zimmer des jeweils anderen betraten; als ob solche Nettigkeiten und Gepflogenheiten für zurückhaltendere Menschen vorbehalten wären. Dieses Gefühl der sofortigen Familiarität und Verbundenheit hatte Harris überrascht. Er hatte nicht geglaubt, dass er sich jemals mit jemandem so verbunden fühlen würde. Es schien, als habe er sich die erste Hälfte seines Lebens treiben lassen, sich selbst nicht mit anderen verbunden gesehen, überzeugt, dass es so weitergehen würde, bis er alt war und starb. Aber dann war Rhys in sein Leben getreten und hatte alles verändert. Zusammenzuwohnen, war wunderbar gewesen. Zumindest so lange, bis Rhys begann, Frauen mit nach Hause zu bringen. Am Anfang waren es ein paar One-Night-Stands gewesen und das hatte Harris nicht gestört, zumindest so lange, wie sie am Abend kamen und am darauffolgenden Morgen wieder verschwanden. Aber eines der Mädels, Ivanka, jemand, mit dem Rhys aus einer früheren WG in Verbindung geblieben war, begann mehrmals die Woche aufzutauchen. Und sie blieb auch den Tag über, um mit Rhys auf der Couch ›rumzuhängen‹, fernzusehen und Lieferservicemahlzeiten zu teilen. Harris konnte nicht anders, als davon genervt zu sein. Sogar eifersüchtig. Und manchmal war es ihm auch peinlich, wenn ihre Es-ist-nicht-nötig-zu-klopfen-Regel zu unangenehmen Situationen führte.

»Hey, Alter, gerade ist kein guter Moment«, rief Rhys, als Harris sein Zimmer betrat, und warf schnell die Decke über ihre Körper.

»Oh, Shit, sorry«, meinte Harris verlegen, »ich wusste nicht, dass sie noch hier ist.«

»Sie hat einen Namen«, hörte er die Stimme der Frau vom Bett. »Guten Morgen, Harris.« Ihr schneidender, russisch-akzentuierter Ton ließ ›Harris‹ wie eine Beleidigung klingen.

»Sorry, Ivanka«, murmelte Harris, als er das Zimmer verließ.

Während Rhys und seine »Freundin« ihre morgendlichen Aktivitäten beendeten, beschäftigte sich Harris damit, Frühstück vorzubereiten. Er hatte gerade erst die Toastertaste betätigt, als er hörte, wie sich die Tür öffnete und Rhys in Boxershorts aus seinem Schlafzimmer geschlendert kam, während er sich mit einer Hand durch das verstrubbelte Haar fuhr.

»Ivanka ist fertig«, berichtete er, kam vor dem Küchentresen zum Stehen und biss sich auf die Lippen.

»Ach, sie trinkt also wieder«, murmelte Harris.

»Nein, fertig, wie stinksauer.«

Harris ging nicht weiter darauf ein.

»Sie glaubt, dass du sie nervig findest und … na ja, auch so behandelst.«

Harris seufzte. »Willst du Toast?«

»Du weichst mir aus«, meinte Rhys und gab ein Geräusch von sich, das irgendwo zwischen einer Zurechtweisung und einem Lachen lag, kam um den Tresen und nahm sein Protein-Shake-Pulver von oben auf den Schränken.

»Ich bin mir nicht sicher, ob die wirken«, sagte Harris mit einem Nicken zu dem Shake. »Du bist noch genauso dünn wie zuvor.«

Rhys unterdrückte ein Lachen. »Das bullige Aussehen wird kommen«, erklärte er. »Oh, hast du gesehen, dass das für dich gekommen ist?« Er nickte zum Küchentisch.

Darauf lag ein cremefarbener Brief mit einem violetten Ornamente-Rand. Harris wusste sofort, was es war. Aber dennoch musste er den Umschlag öffnen, selbst wenn es bedeutete, ihn hinterher zu zerreißen oder im Ofen zu verbrennen und dabei zuzusehen, wie das nach Lavendel duftende Papier in Flammen aufging.

Die Einladung roch doch nicht nach Lavendel oder zumindest hüllte ihn keine Parfümwolke ein, als er den Umschlag aufriss und die kleine Karte herauszog, die seine Rolle in der Familie hervorragend zusammenfasste: irgendwie-ein-Teil-davon, aber eigentlich nicht. Vielleicht waren Raphael und Lauren der Meinung, dass es freundlich von ihnen war, ihn einzuladen, aber Harris sah es eher als weiteren Akt der Entfremdung. Er war ein Gast. Ein Außenseiter. Kein Familienmitglied, von dem man ausging, dass es da war. Er musste eingeladen werden, wie ein Freund oder Bekannter, der nicht zur eng verstrick...

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