Details
ISBN/EAN: 978-3-7374-1280-3
Einband: Paperback
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Herausgeber:
Alexander Kluy
Alexander Kluy
Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Erschienen am:
20.09.2026
20.09.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
256 S.
256 S.
Hersteller:
S. Marix Verlag GmbH im Verlagshaus Römerweg GmbH
verlagshausroemerweg@sigloch.de
Römerweg 10
DE 65187 Wiesbaden
S. Marix Verlag GmbH im Verlagshaus Römerweg GmbH
verlagshausroemerweg@sigloch.de
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Die 111 schönsten Sätze und Passagen
Ausgewählt und mit einem Vorwort versehen von Alexander Kluy
22,00 €
inkl. MwSt.
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Beschreibung
Die Buddenbrooks, Der Zauberberg, Doktor Faustus und Felix Krull - einige der größten Romane, die im 20. Jahrhundert geschrieben wurden. Sie alle stammen von Thomas Mann, dem Literaturnobelpreisträger aus Lübeck. Wie kaum ein anderer Autor deutscher Sprache wurde er zum Repräsentanten der Demokratie und des Widerstands gegen Hitler. Von der Stadt an der Trave nach München, weiter nach Kalifornien und in die Schweiz: So lauteten seine Lebensstationen. Dazwischen Davos, wo er Der Zauberberg spielen ließ. Viele scheuen zurück vor den sehr umfangreichen Mannschen Büchern - hier nun liegt eine Auswahl der schönsten, eindringlichsten und natürlich ironischsten Passagen aus seinen Romanen und Erzählungen vor. Zum Blättern, zum Lesen, zum Immer-wieder-Lesen.
Über Thomas Mann
Alexander Kluy ist Autor, Kritiker, Herausgeber, Literaturvermittler, Übersetzer. Lebt in München. Zahlreiche Bücher zu kulturhistorischen Themen (Der Bleistift, 2025, Schwarz. Geschichte einer Nicht-Farbe, 2025) und Editionen (u. a. von Texten Carl von Ossietzkys und Alfred Polgars). Zuletzt erschien von ihm im marix Verlag Joachim Ringelnatz: Kuttel Daddeldu und Joachim Ringelnatz: Einfach schöne Gedichte.
Leseprobe
Sind nicht Leben und Werk Thomas Manns (1875-1955) gründlichst durchleuchtet? Sozialgeschichtlich, psychohistorisch, tiefenpsychologisch, in Sachen Erotik und in Sachen Tagebuch, Mann als Deutscher wie als Kosmopolit, als Nationalkonservativer wie als Republikaner, der Ende der 1920er Jahre als vielleicht Prominentester für die von Extremisten massiv attackierte Demokratie eintrat und in Vorträgen, Reden, Stellungnahmen zu ihrer Erhaltung und Rettung beizutragen hoffte, später dann als Emigrant und Urheber von Radiosendungen wider Hitler und Tyrannei? Was weiß man von dem Autor aus Lübeck, der die längste Zeit seines 80-jährigen Lebens in München verbrachte, nicht? Alle Ambivalenzen des lebenslang Ambivalenten wurden erhellt, analysiert, beschrieben; selbst ernannte Literaturdetektive haben sich sogar über ganz verschattete Episoden gebeugt wie einen frühen längeren Italienaufenthalt, bei dem sich etwas ereignete oder ereignet haben soll - ein Unglück? ein Todesfall? ein: Mord? -, das später hie und da von manchen als obskurer Schattenriss aus seiner Prosa herausgelesen wurde. Thomas Mann wurde ebenso ausgreifend interpretiert und ausgeleuchtet wie sein Zeitgenosse Franz Kafka, der in nahezu allen Punkten konträre Prager, - und gleichermaßen umfassend ediert. Aspekte wie Deutschtum und Judentum, Künstler sein und als Bürger leben, Askese und Rausch, Lübeck und Venedig, Ironie, sehr viel Ironie und Hitler, Exil und Eichendorff, das 19. Jahrhundert mit Theodor Fontane und das 20. Jahrhundert mit Sigmund Freud, Leitmotive und der Kreis der Familie, Musik und Mythos und Transzendenz - alles erforscht, gründlich beschrieben, erschöpfend von Deutern erklärt und von Biografen erzählt. Vor fast vierzig Jahren meinte der bei München lebende Literaturkritiker und in Berlin als Professor lehrende Reinhard Baumgart in einem Vortrag: ' und das alles, könnte Thomas Mann nun in der Maske des Kellners Mager im Weimarer Hotel Elephant beteuern: das alles, was wir anlässlich seines Werkes hören, sei überaus buchenswert. Dieses Gebuchte verdeckt aber doch - wie die deutschlehrer mit ihren langen bärten (Brecht) - viel, wenn nicht alles von der sinnlichen Erscheinung des Mannschen Erzählens.' Nun erschrickt man ja schier vor dem gewaltigen Werk Thomas Manns, das in 60 Jahren entstand. Man erschauert geradezu vor den vielen dicken Büchern der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe, der auf 38 (!) Bände angelegten maßgeblichen Edition dessen, was der so enorm disziplinierte wie anderseits maßlos schreibende Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger des Jahres 1929 jemals zu Papier brachte. Da hat, mit Erklärungen und Nachwort, sein beliebtester Roman Buddenbrooks 1.592 Seiten, Der Zauberberg 1.632 Seiten. Joseph und seine Brüder, die Tetralogie, die eine biblische Erzählung in ganz anderem, in großepischem Licht präsentiert und Thomas Mann als ganz außergewöhnlichen Spracherfinder zeigt - und heute eines seiner am wenigsten gelesenen Werke ist -, kommt gar auf fast 3.000 Seiten! 'Was von Thomas Mann lesen?', lautet eine gängige Frage. Ratsamer vielleicht ist die Frage: 'Wie Thomas Mann lesen?' Meine Empfehlung lautet: Lesen Sie ihn - laut. Und in ausgewählten Passagen, die dieses Buch offeriert.