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Tausche Strafzettel gegen Liebe
eBook - Eine humorvolle Wholesome Romance, Überarbeitete Ausgabe, Überarbeitete Ausgabe
Beschreibung
Eine Polizeikontrolle mit romantischen Folgen, einer Menge Liebeschaos und eine junge Frau, die gar nicht mehr an große Gefühle geglaubt hat…
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ella betreibt die junge und ambitionierte Megan das Café White Chocolate im englischen Leansborrow. Megan ist stolz auf das kleine Café, das sie von ihrem geliebten Onkel geerbt und mit viel Herz und Arbeit zu einem erfolgreichen kleinen Unternehmen gemacht hat. Deswegen ist auch in Megans Leben neben dem White Chocolate nicht viel Platz für Anderes – vor allem für Männer! Doch das Leben hat manchmal andere Pläne und nach einer chaotischen Polizeikontrolle hat Megan einen Strafzettel gegen ein Date getauscht – mit dem sehr attraktiven und hartnäckigen Polizisten Ben Atwood. Eigentlich hat Megan nicht mehr nach der großen Liebe gesucht, doch je mehr Zeit sie mit Ben verbringt, desto stärker bröckeln all ihre guten Vorsätze. Aber Megan verheimlicht vor Ben Dinge aus ihrer Vergangenheit, die ihre Beziehung völlig ins Wanken bringen könnten …
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Titels Kiss me, Officer!
Erste Leser:innenstimmen
„Ein echter Wohlfühlroman, mit ganz viel Herzklopfen und Romantik!“
„Was für eine süße Liebesgeschichte, ich bin regelrecht dahingeschmolzen!“
„Megan und Ben hab ich sofort ins Herz geschlossen, ein richtiges Traumpaar.“
„Ein bezaubernde Feelgood Romance, die ich nur empfehlen kann.“
Leseprobe
Prolog
Mit gemischten Gefühlen lief Megan die stark befahrene Hauptstraße entlang. Hupende Autos, rote Doppeldeckerbusse und geschäftige Menschen, die sich an ihr vorbeidrängten, sorgten für ohrenbetäubenden Lärm. Doch das alles zog wie Nebel an ihr vorbei, sodass sie kaum Notiz davon nahm. Sie schlang den Mantel fest um sich, um den peitschenden Herbstwind abzuschirmen. Sie strich sich mit zittrigen Händen einzelne Haarsträhnen aus dem Gesicht, wobei das Zittern nicht der eisigen Kälte an diesem Nachmittag geschuldet war. Vielmehr lag es an dem Besuch beim Arzt, den sie gerade hinter sich gebracht hatte und noch mehr an dem bevorstehenden Gespräch, welches sie gleich mit ihrem Freund Anthony führen würde. Sie hatten in der vergangenen Zeit einige Differenzen gehabt und sie hatte für ihn ihr Studium aufgegeben, nur damit er seinen Job als Anwalt annehmen und Karriere machen konnte. Sie selbst war noch auf der Suche nach einer Universität, an der sie ihr Jurastudium wieder aufnehmen konnte. Doch jetzt, dachte sie, und legte ihre Hand auf ihren noch flachen Bauch, war das ohnehin hinfällig. In ihr wuchs ein neues Leben heran, wenngleich dies nicht geplant gewesen war. Auch der Umstand, wie das Kleine gezeugt wurde, ließ sie erneut erschaudern. Aber sie würde sich nicht gegen ihr Baby entscheiden, das konnte schließlich nichts für seinen Vater. Sie würde es behalten, ob Anthony wollte oder nicht.
Mit langsamen Schritten stieg Megan die Steintreppe empor, die in ihr gemeinsames Reihenhaus führte, und schob vorsichtig den Schlüssel ins Schloss. Kurz dachte sie darüber nach, wieder umzudrehen, aber wegzulaufen würde nichts bringen. Als sie ins Haus trat, hatte sie das Gefühl, als sei irgendetwas anders. Vielleicht war es der neue Umstand, mit dem sie das Haus betrat und nun alles mit anderen Augen betrachtete. Vielleicht lag es aber auch an dem leicht süßlichen Duft, der in der Luft hing und in ihr ein ekelerregendes Gefühl hervorrief. Sie erinnerte sich, dass sie selbst am Morgen kein Parfum aufgetragen hatte, denn sie konnte in letzter Zeit keine süßlichen Düfte ab.
„Anthony?“, rief sie und schälte sich aus ihrem Mantel, den sie anschließend an die Garderobe hing.
Sie bekam keine Antwort. Megan blickte nach links in die alte Landhausküche, auf deren Tresen noch benutztes Geschirr herumstand und anschließend nach rechts ins Wohnzimmer, das allerdings noch so aufgeräumt war, wie sie es am Morgen hinterlassen hatte. Von Anthony war nichts zu sehen. Mit vorsichtigen Schritten trat sie die Treppe hinauf, deren Stufen bei jedem ihrer Schritte ein ächzendes Geräusch von sich gaben. Im oberen Stockwerk, wo sich Schlafzimmer, Badezimmer und Gästezimmer befanden, war es merkwürdig dunkel. Die Dunkelheit rührte daher, dass die Schlafzimmertür geschlossen war. Um mehr Licht in dem dunklen Flur zu bekommen, ließ Megan sie normalerweise offen. Und auch heute Morgen, als sie das Haus verlassen hatte, hatte sie die Tür auf jeden Fall offen gelassen.
Es war das schrille Quieken einer Frau, was sie eigentlich auf das hätte vorbereiten sollen, was sie gleich sehen würde. Doch als sie die Schlafzimmertür öffnete und in ein paar fremde Augen starrte, die sie ebenso erschrocken anblickten, brachte Megan nichts weiter als ein Was zum Teufel hervor. Auf dieser fremden Frau, die sich ausladend in Megans eigens gekaufter Bettwäsche räkelte, lag ihr Freund. Der Vater ihres ungeborenen Kindes!
Überrascht blickte Anthony zu Megan. „Schatz? Verdammte Scheiße, was machst du denn hier? Ich denke, du bist unterwegs.“
„Nur weil ich unterwegs bin, gibt es dir das Recht, irgendeine dahergelaufene Tussi in unserem Bett zu vögeln?“, rief Megan aufgebracht und war unfähig, sich zu bewegen. Wie in Schockstarre stand sie da und konnte den Blick nicht von dieser Frau nehmen, die ihre Beine fest um Anthonys Taille geschlungen hatte.
Doch schon nach wenigen Sekunden raffte sich Anthony auf und die Fremde rollte sich unter ihm weg ¿ die Bettdecke fest an sich gezogen, um ihre Blöße zu verdecken. Am liebsten hätte Megan ihr die Bettdecke aus den Händen gerissen, da es sich schließlich um ihre Decke handelte, aber den Anblick von den fremden und zudem noch aufgespritzten Brüsten konnte sie ebenso wenig ertragen.
Anthony zog sich in Windeseile seine Jeans an, die er achtlos neben den Kleiderschrank geschleudert haben musste und hob unschuldig die Hände. „Süße, es tut mir leid. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte.“ Bei dem Wort das deutete er mit einem Kopfnicken auf die vollbusige Frau, deren lange schwarze Haare ganz zerzaust waren.
„Bitte was?“, schrie diese mit starkem russischem Akzent und schoss vom Bett hoch. „Du weißt sehr wohl, wie das passieren konnte! Immerhin hast du mich doch angerufen!“
„Natalia, ich bitte dich, zisch einfach ab“, wiegelte Anthony sie augenrollend ab und widmete sich wieder Megan, die das Theater mit offenem Mund verfolgte. Das Ganze wirkte so surreal, dass sie gar nicht glauben konnte, dass das hier wirklich passierte.
„Du bist ein mieses Schwein, Anthony!“, schimpfte Natalia lauthals und drängelte sich mit ihren üppigen Brüsten und ihren Klamotten in den Armen an Megan vorbei. Kurz darauf hörte Megan das laute Knallen der Haustür. Sie überlegte, woher sie den Namen Natalia kannte. Und plötzlich wurde ihr klar, wo sie ihn schon einmal gehört hatte: Natalia war Anthonys Sekretärin!
Anthony sah Megan schuldbewusst an, doch darauf würde sie nicht hereinfallen. „Weißt du, Anthony, da muss ich deinem kleinen Flittchen von Sekretärin doch tatsächlich recht geben. Du bist wirklich ein mieses Schwein!“ Mit wild klopfendem Herzen schoss sie an ihm vorbei, öffnete die Kleiderschranktür und zog sich einen Koffer heraus.
„Meggy, Süße, lass uns doch reden“, jammerte Anthony und fasste Megan, die wie wild ihre Klamotten in den Koffer stopfte, an der Schulter.
Ruckartig drehte sie sich um und stieß ihn von sich. „Fass mich bloß nicht an!“, schrie Megan mit tränenerstickter Stimme.
Anthonys Augen blitzten auf und sein Gesicht wurde ernst. Immer noch besser als dieser gespielt jämmerliche Ausdruck auf seinem Gesicht, dachte Megan.
„Es tut mir leid, okay?“ Anthony hob entschuldigend die Hände. „Was soll ich sagen? Es ist einfach so passiert. Keine Gefühle, nichts. Sie ist nur irgendeine Frau, die in der Kanzlei die Zuarbeit für mich macht und sonst nichts. Es war nur Sex. Ich fühle für diese Frau nichts.“
Bei jedem seiner Worte, die er kaum unpassender hätte wählen können, zuckte Megan innerlich zusammen. „Glaubst du, das macht es weniger schlimm? Du liebst sie nicht, na da habe ich aber Glück gehabt, dann bleibt ja alles beim Alten!“ Wütend verschränkte Megan die Arme vor der Brust. „Aber soll ich dir was verraten? Beim Alten bleibt ohnehin nichts mehr, denn ich bin schwanger.“
Mit Mühe hielt Megan die Tränen zurück und eine unnatürliche Stille senkte sich über die beiden. Jetzt war es raus. Anthony wusste Bescheid und das alles würde nichts an ihrem Entschluss, ihn zu verlassen, ändern.
„Du bist was?“, fragte er und sie bemerkte ein Zucken in seinem Kiefer.
„Schwange...
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