Ein Sirenengesang (?)

Bei einer gescheiterten Expedition ins Nordmeer entdeckt der Naturforscher Georg Wilhelm Steller auf einer unbewohnten Insel einen unbekannten Meeressäuger, der küstennah die Algenwiesen weidet: die Seekuh. Diese Entdeckung bringt beiden letztlich wenig Freude, denn 100 Jahre später ist die Gattung der Stellerschen Seekuh ausgestorben…

In „Das Wesen des Lebens“ erzählt Iida Turpeinen die Geschichte der Seekuh von Ihrer Entdeckung bis heute. Sie spannt einen Bogen vom Abenteuer der frühen Forschungsreisenden, über leidenschaftliches Sammlertum bis zu unserem abstrakten Blick auf die Natur.  Was als Abenteuerroman beginnt, wandelt sich über den Gesellschafts- zum Entwicklungsroman, bleibt aber immer eine Geschichte der Naturkunde und des Blicks des Menschen auf seine Umwelt. Sie verbindet historische Geschehen in persönliche Geschichten und erlaubt uns eine empathische Teilhabe, die zum Nachdenken anregt.

Eine faszinierende Zeitreise!

 

Ein Tipp von Peter Fuhrmann