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Heimreisen

Goethe, Italien und die Suche der Deutschen nach sich selbst

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783498001483
Sprache: Deutsch
Umfang: 544 S., 2 x 12 S. 4-farb. Tafeln
Format (T/L/B): 4.6 x 22 x 15.7 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Goethes 'Italienische Reise' ist ein Schlüsselwerk der Weimarer Klassik - Flucht aus der Midlife-Crisis, Aufbruch in die Welt, Bildungsreise in die Antike, Selbstverortung des großen deutschen Dichters. Sie ist aber auch der Beginn einer bürgerlichen Tradition: Goethes Bericht nährte eine Rom- und Italienbegeisterung unter deutschen und europäischen Intellektuellen, die bis heute anhält.  Golo Maurer zeigt, wie ebenjene Selbsterfahrung Goethes in Italien für die Generationen nach ihm zum Vorbild wurde. Karl Friedrich Schinkel reiste im frühen, Richard Wagner im späten 19. Jahrhundert nach Italien, die Brüder Mann, Walter Benjamin, Sigmund Freud, der sich einen 'Italienpilger' nannte - Goethe hatte ihnen die Messlatte gesetzt: 'Dem denkenden und fühlenden Menschen geht ein neues Leben, ein neuer Sinn auf, wenn er diesen Ort betritt.'  Maurer macht in seinem Buch deutlich: Goethes Italienreise war der erste deutsche Selbstfindungstrip - und als solcher für die Nachgeborenen ästhetischer Topos wie autobiographische Herausforderung.

Autorenportrait

Golo Maurer, geboren 1971 in München, hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Alte, Mittlere und Neuere Geschichte studiert. 2014 Habilitation im Fach Kunstgeschichte an der Uni Wien mit dem Thema: "Italien als Erlebnis und Konstruktion. Landschaftswahrnehmung deutscher Künstler und Reisender 1760-1870". Seit Oktober 2015 ist Maurer Bibliotheksleiter der Bibliotheca Hertziana in Rom.

Leseprobe

Schlagzeile

Dorthin, wo die Zitronen blühen: warum es die Deutschen seit Goethe nach Italien zieht.